Der 6. Jänner 1975 war für Österreichs Skispringer und ihre Fans ein Jubeltag. 20.000 begeisterte Zuschauer wurden an der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen Zeugen eines rot-weiß-roten Triumphes auf der ganzen Linie. Willi Pürstl sicherte sich beim traditionellen Finale der Vierschanzentournee am Dreikönigstag den Gesamtsieg.

Sein ÖSV-Teamkollege Karl Schnabl holte im Salzburger Land den Tagessieg, nachdem er schon in Garmisch-Partenkirchen und in Innsbruck gewonnen hatte. Das Auftaktspringen in Oberstdorf war an Pürstl gegangen. Dieser Film bietet in seinen stimmungsvollen Bildern einige interessante Aspekte des Skisprungsports der damaligen Zeit.

FILMDATEN

Ort: Bischofshofen
Zeit: 1975
Film: Super 8
Bildrate: 18 Bilder/Sek.  
Ausschnitt: 3:12 Min.
Länge Original: 5 Min.
Original-Scan: 2K
Web-Video: 720p
Anmerkungen: Leichte Kornreduktion

So wurde – aus heutiger Sicht unvorstellbar – ohne Helm gesprungen. Selbstverständlich auch noch mit paralleler Skihaltung und noch lange nicht im V-Stil. Und die Weiten wurden durch Weitenrichter bestimmt, die entlang des Aufsprunghügels am Rang aufgereiht waren und die entsprechenden Aufsprungstellen mit langen Stöcken markierten.

Die 23. Vierschanzentournee 1974/75 war unter Führung von Trainer Baldur Preiml der Beginn des “österreichischen Springerwunders”. Nach einem Jahrzehnt ohne nennenswerte Erfolge – elf lange Jahre nach dem bis dahin letzten österreichischen Tagessieg – geriet diese Tournee zum Triumphzug. Zwischen Pürstl und Schnabl (Gesamtdritter trotz drei Tagessiegen) komplettierte Edi Federer als Gesamtzweiter die perfekte Tournee für den Österreichischen Skiverband.

Four Hills Tournament 1974/75

January 6th, 1975 was a jubilee day for Austria’s ski jumpers and their fans. 20,000 enthusiastic spectators witnessed a red-white-red triumph across the board at the Paul-Ausserleitner-Schanze in Bischofshofen. Willi Pürstl secured overall victory in the traditional final of the Four Hills Tournament.

His ÖSV team-mate Karl Schnabl won the day in the Salzburger Land after he had already won in Garmisch-Partenkirchen and Innsbruck. The opening competition in Oberstdorf went to Pürstl. This film offers some interesting aspects of the ski jumping sport of that time in its atmospheric shots.

So – unimaginable from today’s point of view – the athlets jumped without helmets. Of course, with a parallel ski posture and by no means in the V-style. And the distances were determined by width judges, who were lined up along the landing hill on the rank and marked the corresponding landing points with long sticks.

The 23rd Four Hills Tournament 1974/75 under the leadership of coach Baldur Preiml was the beginning of the “Austrian jumper wonder”. After a decade without any notable successes – eleven long years after the last Austrian victory of the day – this tour turned into a triumphal procession. Between Pürstl and Schnabl (third overall despite three daily victories), Edi Federer completed the perfect tour for the Austrian Ski Association as second overall.

Harald Hofstetter

Journalist, geboren am 7. Mai 1976.
Lebt in Wien, stammt aus Gänserndorf (NÖ).

Zur Biografie

Alle Beiträge anzeigen

FILMDIGITALISIERUNG

Kunden aus Europa und Übersee vertrauen auf visualhistory.tv, wenn es um Digitalisierung und Optimierung ihrer Privatfilme geht.

MEHR ERFAHREN

Social Media

Folgen Sie uns auf Social Media!