Die Ruine Kollmitz liegt im Waldviertel östlich der Stadtgemeinde Raabs an der Thaya, die seit 1994 auch Eigentümerin der Anlage ist. Kollmitz zählt zu den bedeutendsten Burgruinen von Niederösterreich und hatte bis in die frühen 1970er-Jahre einen schlimmen Verfallszustand erreicht, wie man auf unserem Film gut erkennen kann. Der erst kürzlich im Mai 2021 verstorbene Schuldirektor, Komponist und Heimatforscher Herbert Loskott gründete dann 1974 den Verein zur Erhaltung der Burgruine Kollmitz, welcher die auf das 13. Jahrhundert zurückgehende Burganlage buchstäblich rettete, restaurierte und bis heute erhält.

FILMDATEN

Ort: Burgruine Kollmitz
in Raabs/Thaya
im Bezirk Waidhofen/Thaya (NÖ)
Zeit: um 1970
Film: Normal 8
Bildrate: 18 Bilder/Sek.  
Ausschnitt: 2:44 Min.
Länge Original: 5 Min.
Original-Scan: 2K
Web-Video: 720p
Anmerkungen: Leichte Kornreduktion

Aus einem schönen Text von Loskott über die Burgruine Kollmitz aus den 1970er-Jahren möchten wir einige Teile zur Beschreibung des Films zitieren: Auf einem steil abfallenden Felsen, von der Thaya in einer Schleife umschlossen, ragen die Reste einer wuchtigen mittelalterlichen Anlage: Beim Eingang das massive Bollwerk gegen Westen, nach dem ersten Hof die eigentliche Hauptburg mit dem Bergfried und schließlich die um 1700 geschaffenen Zubauten in ihrer reizvollen, malerischen Gruppierung.

Im Wald, gegen Westen vorgelagert, befindet sich die ca. 160 Meter lange “Böhmische Mauer”, die die schwächste Stelle der Burg zu schützen hatte. Kein Wunder, dass Kollmitz immer wieder gerne besucht wird. Die vom technischen Zeitalter fast ganz unberührte Schönheit des Thayatales bildet mit der Ruine ein Bild von zauberhafter Stimmung. Die Burg wird bereits im 13. Jahrhundert urkundlich genannt und erlebte ihre Blütezeit in der Renaissance-Epoche. Die Ruine befindet sich seit 1934 im Besitz der Stadt Waidhofen an der Thaya.

Kollmitz Castle Ruins around 1970

The Kollmitz ruins are located in the Waldviertel east of Raabs an der Thaya. It is one of the most important castle ruins in Lower Austria and was in a bad state of decay by the early 1970s, as you can see on our film. The school director, composer and local researcher Herbert Loskott, who recently died in May 2021, then founded the Association for the Preservation of the Kollmitz Castle Ruins in 1974, which literally saved, restored and preserved the castle complex dating back to the 13th century.

From a beautiful text by Loskott about the Kollmitz castle ruins from the 1970s, we would like to quote a few parts to describe the film: On a steeply sloping rock, surrounded by the Thaya in a loop, the remains of a massive medieval complex protrude: At the entrance, the massive bulwark to the west, after the first courtyard the actual main castle with the keep and finally the additions created around 1700 in their charming, picturesque grouping.

In the forest, facing west, there is the approx. 160 meter long “Bohemian Wall”, which had to protect the weakest part of the castle. No wonder that Kollmitz is always popular with people. The beauty of the Thayatal, almost completely untouched by the technical age, and the ruins create a picture of magical atmosphere. The castle is mentioned in documents as early as the 13th century and experienced its heyday in the Renaissance era. The ruin has been owned by the city of Waidhofen an der Thaya since 1934.

Harald Hofstetter

Harald Hofstetter

Journalist, geboren am 7. Mai 1976.
Lebt in Wien, stammt aus Gänserndorf (NÖ).

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