Familienurlaube an der italienischen Adriaküste zählen für viele Österreicher und Österreicherinnen zu den frühesten und schönsten Erinnerungen ihrer Kindheit. Ob Jesolo, Bibione, Grado oder Lignano: Nicht wenige zieht es dann auch mit ihren Kindern und noch später mit ihren Enkelkindern zurück in diese Orte, die wir mit Sonnenschirmen, Strandliegen, Sandburgen, Luftmatratzen, Boccia, Pizza, Eis, Rikschas und dem Luna Park verbinden. Mit den 1960er Jahren setzte dort der Massentourismus ein.

FILMDATEN

Ort: Lignano
Zeit: 1965
Film: Normal 8 Kodak
Bildrate: 18 Bilder/Sek.  
Ausschnitt: 2:04 Min.
Länge Original: 2:50 Min.
Original-Scan: 2K
Web-Video: 720p
Anmerkungen: Leichte Stabilisierung
und leichte Kornreduktion

Aus dieser Zeit, genauer aus dem Jahr 1965, stammt dieser außergewöhnliche, von uns digitalisierte Privatfilm. Er zeigt klassische Strandmotive und vielen von uns vertraute Urlaubsimpressionen in Lignano Sabbiadoro – und das im nostalgischen Look der 60er. Vor allem aber dokumentiert der Amateurfilmer eine spektakuläre Flugshow der weltberühmten Kunstflugstaffel Frecce Tricolori. Die Show der “Dreifärbigen Pfeile” zählt mittlerweile seit vielen Jahrzehnten zu den jährlichen Fixpunkten in Lignano, so auch im Sommer 1965.

Am blauen Himmel direkt über dem stark bevölkerten Strand demonstrieren die italienischen Militärpiloten mit ihren Jagdflugzeugen atemberaubende Formationsflüge. Sonnenschirme soweit das Auge reicht, Menschenmassen im Sand und im seichten Wasser, im Hintergrund die Hotels – auch die filmische Kulisse für diesen Kunstflugevent ist beeindruckend. Den traditionellen Höhepunkt und Abschluss der Darbietungen der Frecce Tricolori bildet der – in diesem Film extrem niedrige – Überflug mit den italienischen Nationalfarben Rot-Weiß-Grün im Showrauch.

Auch an das dunkelste Kapitel in der internationalen Geschichte von Flugshows muss an dieser Stelle erinnert werden: Am 28. August 1988 stießen im Rahmen des Flugtages in Rammstein (Deutschland) drei Flugzeuge der Frecce Tricolori zusammen. Eines davon stürzte in die Zuschauermenge und explodierte. 67 Zuschauer und die drei Piloten kamen bei dem schrecklichen Unglück ums Leben, mehr als 1000 Menschen wurden verletzt – viele davon schwer.

Harald Hofstetter

Harald Hofstetter

Journalist, geboren am 7. Mai 1976.
Lebt in Wien, stammt aus Gänserndorf (NÖ).

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