Nach Mörbisch am See führt uns dieser Film aus den frühen 1960er-Jahren. Die heute rund 2.200 Einwohner zählende Gemeinde liegt am südwestlichen Ufer des Neusiedler Sees im nördlichen Burgenland. Die Seefestspiele Mörbisch sind jährliches Kultur-Highlight im Sommer. Auf der im Seebühne werden Operetten österreichischer Komponisten aufgeführt. Doch nicht nur wegen der Festspiele war der Ort immer ein beliebtes Ausflugsziel, wie auch dieser von deutschen Touristen – offensichtlich Berliner – gemachte Film beweist.

FILMDATEN

Ort: Mörbisch am See
Zeit: um 1960
Film: Super 8
Bildrate: 18 Bilder/Sek.  
Ausschnitt: 3:00 Min.
Länge Original: 5 Min.
Original-Scan: 2K
Web-Video: 720p
Anmerkungen: Leichte Kornreduktion

Er beschert uns alte Ansichten der beiden Kirchen von Mörbisch: Zunächst sieht man die evangelisch-lutherische Christuskirche, danach die katholische Pfarrkirche. Auch andere Ecken, Häuser und Gassen von Mörbisch sind im Zuge des Spaziergangs schön eingefangen. Im Mittelpunkt der Aufnahmen steht ein Begräbnis Umzug mit Beteiligung des österreichischen Bundesheers. Auch eine Reihe von Kranzträgern ist zu sehen.

Mörbisch am See gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1921 zu Ungarn. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain 1919 und Trianon 1920 schließlich Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland, in der NS-Zeit zu Niederösterreich. Von 1945 bis 1989 lag zwischen Mörbisch am See und Sopron (Ödenburg) der Eiserne Vorhang.

Funeral Procession and Old Views of Mörbisch

This film from early 1960s takes us to Mörbisch am See. The community, which has 2,200 inhabitants, is located on the southwestern shore of Lake Neusiedl in northern Burgenland. The Mörbisch Seefestspiele are cultural highlight in summer. Operettas by Austrian composers are performed on the Seebühne. But it was not only because of the festival that the place was always popular destination, as this film by German tourists proves.

It gives us old views of the two churches in Mörbisch: First you see the Evangelical Lutheran Christ Church, then the Catholic parish church. Other corners, houses and alleys of Mörbisch are also beautifully captured in the course of the walk. The focus of the recordings is a solemn funeral procession with the participation of the Austrian armed forces. A number of wreath bearers can be seen.

Like all of Burgenland, Mörbisch am See belonged to Hungary until 1921. After the end of the First World War, after tough negotiations, German-West Hungary was finally granted to Austria in the treaties of St. Germain in 1919 and Trianon in 1920. The place has belonged to the newly founded state of Burgenland since 1921, and to Lower Austria during the Nazi era. From 1945 to 1989 the Iron Curtain lay between Mörbisch am See and Sopron (Ödenburg).

Harald Hofstetter

Harald Hofstetter

Journalist, geboren am 7. Mai 1976.
Lebt in Wien, stammt aus Gänserndorf (NÖ).

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