Paris ist seit jeher ein magischer Anziehungspunkt für Touristen und Künstler aus aller Welt. Dementsprechend viele Privatfilme entstanden über die Jahrzehnte in der Metropole an der Seine. Dieser Film wurde im Jahr 1962 gedreht. Er hat eine ganz eigene Ästhetik, ein eigenes Tempo. Die klassischen, weltberühmten Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt stehen nicht im Mittelpunkt. Der Schwerpunkt liegt vielmehr auf langsamen, eindringlichen Motiven und Szenen.

FILMDATEN

Ort: Paris
Zeit: 1962
Film: Normal 8 Kodak
Bildrate: 16 Bilder/Sek.  
Ausschnitt: 1:32 Min.
Länge Original: 5 Min.
Original-Scan: 2K
Web-Video: 720p
Anmerkungen: Leichte Stabilisierung

Der Filmer oder die Filmerin hatte Augen für die Details am Rande. So entstanden auch die bemerkenswerten Aufnahmen von Clochards auf einem Gehsteig, an den Ufern und unter den Brücken der Seine. Clochards ist die französische Bezeichnung für Obdachlose oder Wohnsitzlose – früher auch Stadtstreicher genannt.

Das Motiv von Clochards an der Seine wurde in der Literatur und in Filmen häufig herangezogen. Oft stand es für wilde Romantik, Freiheit und Ungebundenheit. Die harte Realität sah und sieht anders aus, wie unser Film eindrucksvoll zeigt. Eingebettet in leichte Aufnahmen von einem Flohmarkt oder dem legendären Moulin Rouge im Künstlerviertel Montmartre wirken die Bilder mit den Clochards noch bedrückender. Auch ein Beweis dafür, wie wertvoll und vielfältig Privatfilme sind.

Harald Hofstetter

Harald Hofstetter

Journalist, geboren am 7. Mai 1976.
Lebt in Wien, stammt aus Gänserndorf (NÖ).

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