Nur eine relativ kurze Fahrt über 70 Kilometer muss man unternehmen, um von Wien nach Sopron zu kommen. Die Stadt im Nordwesten von Ungarn hat eine lange deutsche bzw. österreichische Geschichte. Direkt an der Grenze gelegen war und ist Sopron zudem ein äußerst beliebtes Ausflugsziel für Österreicherinnen und Österreicher. So dürfte im Jahr 1979 wohl auch unser Film entstanden sein, wobei die Reise damals noch hinter den Eisernen Vorhang führte. Die Stadt Sopron, die über Jahrhunderte auch den deutschen Namen Ödenburg trug, liegt südwestlich des Neusiedler Sees und hat aktuell 60.000 Einwohner.

FILMDATEN

Ort: Sopron
Zeit: 1979
Film: Normal 8
Bildrate: 16 Bilder/Sek.  
Ausschnitt: 5:23 Min.
Länge Original: 8 Min.
Original-Scan: 2K
Web-Video: 720p
Anmerkungen: Leichte Kornreduktion

Sie wird von der Ikva durchflossen und ragt geographisch wie ein Sporn ins österreichische Staatsgebiet. Sopron ist eine der ältesten Städte Ungarns und Universitätsstadt. Aufgrund seiner Rolle in der Reformation wurde Sopron 2016 der Ehrentitel “Reformationsstadt Europas” verliehen. Nach dem Ersten Weltkrieg sollte Ödenburg/Sopron die Hauptstadt des neuen österreichischen Bundeslandes Burgenland werden, was eine sehr fragwürdige Volksabstimmung verhinderte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein großer Teil der ungarndeutschen Einwohner der Stadt vertrieben. Bei Sopron fand am 19. August 1989 das Paneuropäische Picknick statt, bei dem 661 DDR-Bürger über die Grenze nach Österreich in die Freiheit gelangten.

Heute ist Sopron ein aufstrebender Wirtschaftsstandort – eng mit Österreich verbunden. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten – auch in unserem prächtigen Film zu sehen – sind: Der mittelalterliche, auf römischen Mauern errichtete Feuerturm (Wahrzeichen). Mittelalterliche und barocke Patrizierhäuser am Fő tér (Hauptplatz der Altstadt). Das Gambrinus-Haus und das heutige Rathaus. Das Konferenz- und Kulturzentrum Franz Liszt. Das im Jugendstil gehaltene Petőfi-Theater. Das Postgebäude. Die Rákóczistraße mit monumentalen Bauten des Historismus und Eklektizismus. Zahlreiche Kirchen und Synagogen.

Impressions of Sopron 1979

You only have to undertake a relatively short drive of 70 kilometers to get from Vienna to Sopron. The city in the north-west of Hungary has a long German and Austrian history. Located right on the border, Sopron was and is an extremely popular destination for Austrians. This is probably how our film was made in 1979, although the journey back then still led behind the Iron Curtain. The city of Sopron, which for centuries also bore the German name Ödenburg, is located southwest of Lake Neusiedl and currently has 60,000 inhabitants.

The Ikva flows through it and geographically protrudes like a spur into Austrian territory. Sopron is one of the oldest cities in Hungary and a university city. Because of its role in the Reformation, Sopron was awarded the honorary title “Reformation City of Europe” in 2016. After the First World War, Ödenburg / Sopron was to become the capital of the new Austrian state of Burgenland, which prevented a very questionable referendum. After the Second World War, a large part of the city’s Hungarian-German residents were expelled.

The Pan-European Picnic took place near Sopron on August 19, 1989, during which 661 GDR citizens were released across the border into Austria. Today Sopron is an up-and-coming business location – closely linked to Austria. The most important sights – also to be seen in our film – are: The medieval fire tower built on Roman walls. Medieval and baroque patrician houses on Fő tér (main square in old town). The Gambrinus House and today’s town hall. The Franz Liszt Conference and Culture Center. The Art Nouveau Petőfi Theater. The post office. Rákóczi Street with buildings of historicism and eclecticism. Numerous churches and synagogues.

Harald Hofstetter

Harald Hofstetter

Journalist, geboren am 7. Mai 1976.
Lebt in Wien, stammt aus Gänserndorf (NÖ).

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